Mission

Warum über den Erfolg der ersten Mondbasis am Boden entschieden wird.

Die Menschheit kehrt zum Mond zurück, und diesmal geht es nicht um Fußabdrücke, sondern um eine Station, die bleibt.Europa und die Vereinigten Staaten bauen sie in diesem Jahrzehnt am Südpol des Mondes.Sie ist der erste Schritt zu einem Leben auf mehreren Welten: Basen vor Ort, auf dem Mond, auf dem Mars und auf jedem Himmelskörper, auf dem Menschen bleiben wollen.Jede davon beginnt mit dem Boden.

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Das Problem beginnt nach der Landung

Jede Rakete, jeder Lander, jedes Stationsmodul wird auf der Erde gebaut und zum Mond geflogen. Der Boden, auf dem das alles stehen soll, nicht. Er liegt dort, wie er seit Milliarden Jahren liegt: ungeprüft, uneben, und bei jeder Landung von aufgewirbeltem Staub und Steinen bombardiert, die ohne Atmosphäre auf Geschossgeschwindigkeit kommen.

Bei jeder Landung schießen Staub und Steine flach über den Boden. Ohne Atmosphäre bremst sie nichts.

Eine Mondbasis braucht einen ebenen Landeplatz und schützende Wälle, dazu Gräben, Fundamente und Abdeckungen gegen Strahlung. Für eine einzige minimale Basis sind 2 600 bis 15 000 Tonnen Boden zu bewegen, bevor das erste Modul nutzbar ist.

Ein Flug des europäischen Landers Argonaut bringt 1,5 Tonnen Nutzlast auf den Mond.

Eine einzige minimale Basis braucht 2 600 bis 15 000 Tonnen bewegten Boden.

Und jedes gelandete Kilogramm kostet rund 1,2 Millionen Dollar.

Was eine Basis braucht, gegen das, was ein Flug bringt

1,5t2 600bis15 000t1,2Mio. $je gelandetem KilogrammEin FlugNutzlast ArgonautEine Basisbewegter Boden
Ein Flug: Nutzlast des europäischen Landers Argonaut, 1 500 kg (Quelle: ESA). Eine Basis: 2 600 bis 15 000 Tonnen bewegter Boden, Spanne aus der Literatur. Logarithmische Skala, jeder Teilstrich ist das Zehnfache.

Auf der Erde erledigen solche Aufgaben Baumaschinen und die Menschen, die sie steuern. Auf dem Mond ist niemand, und eine irdische Baumaschine hinaufzuschicken funktioniert nicht: Jedes gelandete Kilogramm kostet rund 1,2 Millionen Dollar, und eine Maschine, die ihr Eigengewicht als Werkzeug braucht, verliert bei einem Sechstel der Schwerkraft genau das, was sie nützlich macht.

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Die Lücke, die niemand füllt

Die NASA führt das Bewegen von Mondboden in der höchsten Prioritätsklasse ihrer offenen Technologielücken. Europa hat mit Argonaut einen Lander in Entwicklung, aber keine Maschine, die am Zielort den Boden bearbeitet. Die Nutzlasten für die ersten Missionen werden jetzt vergeben, Jahre vor dem Flug.

Das ist die Lücke, in der Terranova entsteht.

Wer die Maschinen hat, wenn die Basis gebaut wird, baut die Infrastruktur jeder weiteren Mission mit.

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Was wir glauben

Bodenarbeit ist die Schicht unter allem anderen.

Reaktor, Sauerstoffanlage, Stationsmodul, Landeplatz: Alles steht auf Boden, den vorher jemand vermessen und bewegt hat. Diese Schicht wird gebraucht, bevor irgendetwas anderes funktioniert, und sie wird bisher von niemandem geliefert.

Sie sollte aus Europa kommen.

Wird sie nicht europäisch geliefert, liefert sie ein amerikanischer Anbieter mit, und jede europäische Oberflächenmission hängt daran.

Der Mond ist nur der Anfang.

Vor jeder dauerhaften Siedlung steht dieselbe Arbeit. Wir bauen heute für den Mond, weil Missionen dorthin planbar und durchführbar sind. Dieselben Maschinen bereiten später den Boden dort, wo Menschen dauerhaft leben sollen.